ATP Masters in Montreal: Tag 1, Ergebnisse aufbereitet!

Posted on August 08, 2011 in Scoreboard

Tag 1 beim ersten Hartcourt Mastersturnier in Montreal ist beendet.

Secondset fasst die Ergebnisse zusammen…

Alexander Dolgopolov schlägt Erik Chvoijka (Nr 290 der Welt, Wildcard) mit 6:3 5:7 6:4.
Der junge Ukrainer Dolgopolov hatte das Spiel lange Zeit im Griff. Im zweiten Satz wurde er etwas nachlässiger und der junge Kanadier Chvoijka kam besser ins Spiel und vorallem der Aufschlag wurde zu seiner besten Waffe.
Chvoijka schaffte es unfassbar viele Breakbälle mit Servicewinnern abzuwehren und somit Dolgopolov zu nerven.
Dolgopolov war nach den vergebenen Chancen etwas unfokussiert und gab den zweiten Satz ab.
Im dritten fing sich der junge Ukrainer dann wieder und schaffte es endlich ein Break zu erreichen und spielte diese Führung dann locker nach Hause. Trotzdem eine solide Vorstellung des Kanadiers Chvoijka.

Kevin Anderson schlägt Pablo Andujar 6:4 6:4
Anderson schlug Andujar in zwei Sätzen, jedoch war das Spiel enger als es eigentlich sein sollte.
Anderson scheint aktuell nicht gerade in seiner bestform zu sein und so kam Andujar dann zu mehr Chancen als erwartet. Alles in allem ein Sieg in zwei Sätzen, der aber klarer aussieht als er ist.

Stanislas Wawrinka schlägt David Nalbandian mit 6:1 6:4
Was soll man dazu sagen… Ich hatte ein enges Match erwartet! Im Endeffekt war es dann eines der schlechtesten Matches die ich von Nalbandian gesehen habe und einmal mehr bestätigt sich, dass Nalbadian und die Sommersaison nicht zusammen passen. Wawrinka war sogar recht solide und um einiges besser in Form als bei seinen letzten Auftritten, jedoch hätten an dem Tag wohl viele gegen Nalbandian gewonnen.

Alex Bogomolov schlägt Adrian Mannarino 6:2 7:6
Bogomolov setzt seinen Aufwärtstrend bei den US Turnieren fort und schlägt hier den Franzosen Mannarino doch recht deutlich in zwei Sätzen. Vorallem der gute Aufschlag von Bogomolov hat ihm viele einfache oder freie Punkte und somit auch das Match gewonnen.

Thomasz Bellucci schlägt Andrey Golubev mit 7:5 7:6(6)
Golubev bekommt einfach nichts mehr gebacken… Sein aggressiver Spielstil funktioniert einfach nur wenn man entsprechend mehr Winner als Fehler schlägt und davon ist der Kasache aktuell weit entfernt.
Bellucci natürlich auch alles andere als konstant, aber gegen einen Golubev der sich gerade immer wieder selbst schlägt, hat es dann doch gereicht.

Ivo Karlovic besiegt Juan Monaco mit 6:7(2) 6:3 7:6(5)
Karlovic beendet seine Sieglose Zeit mit einem engen Sieg gegen den Argentinier.
Ab dem zweiten Satz war Karlovic der klar bestimmendere Spieler. Im dritten Satz hatte er sogar etliche Breakchancen, die er alle vergab, ehe er das Match ungefährdet im Tiebreak gewann.
Monaco zeigt damit einmal mehr seine Schwäche auf Hardcourt und vielleicht bekommt Karlovic durch den Sieg ja etwas momentum.

(WC) Ernest Gulbis besiegt Juan Carlos Ferrero mit 3:6 6:1 7:5
Den Anfang des ersten Satzes hat Gulbis komplett verschlafen, denn seinem Serve und seinen Grundschläge fehlte es an Präzision. Gegen Ende des ersten Satzes kam er dann besser ins Spiel und zeigte dies auch direkt mit einem Break im zweiten. Er war der klar bessere Spieler im zweiten Satz und gewann ihn verdient. Im dritten Satz wandelte sich das Bild dann ein weiteres mal. Beide spielten schwaches Tennis, jedoch war Ferrero etwas besser und erspielte sich auch 3 Breakmöglichkeiten und einige 0:30 bei Gulbis Serve. Ferrero konnte keine der Chancen nutzen und so nutzte Gulbis seine erste und einzige Chance zum Break bei 5:5.
Ob das nun daran liegt, dass Gulbis mental stärker geworden ist, oder ob Ferrero einfach langsam seinem Alter tribut zollen muss, sei dahingestellt.

Marin Cilic besiegt Andreas Seppi mit 7:5 6:4
Relativ enges Ergebnis… Eigentlich hätte man sich ein eindeutigeren Sieg von Cilic erwartet.
Cilic hatte Seppi ja schon vor zwei Wochen beim Turnier in Umag auf Sand relativ klar geschlagen.
An dem Ergebnis sieht man mal wieder die Verunsicherung von Cilic, der aktuell einfach keine Sicherheit und keine Konstanz in seinen Schlägen und somit in seiner Form hat, denn Seppi ist aktuell alles andere als ein würdiger Gegner.

Ivan Dodig besiegt Jeremy Chardy mit 6:3 6:3
Not gegen Elend hätte man dieses Spiel auch nennen können. Dodig und Chardy sind beide komplett ausser Form und im Endeffekt hat dann wohl der Spielstil den Ausschlag über Sieg und Niederlage gegeben, denn wenn Chardy ausser Form ist dann verballert er einfach jeden 2. Ball und hat somit wenig Chancen gegen einen Dodig, der dann eben zwar weniger Bälle zurückspielt als in Topform, jedoch immernoch genug Bälle um Chardy verballern zu lassen.

Nikolay Davydenko besiegt den Qualifikanten Flavio Cipolla 6:3 6:3
Das ganze sieht nach einem klaren Ergebnis aus und Davydenko war sicher auch besser als bei seinen letzten Spielen, jedoch ist er in dieser Form immer noch nicht konkurrenzfähig. Soviele unnötige Fehler und einen sehr sehr schwachen zweiten Aufschlag machen dem Russen das Leben schwer. Mental ist er nach dieser langen erfolglosigkeit auch angeknackst und so merkt man bei wichtigen Spielständen dann die Blockaden im Kopf…
Ansatzweise war das sicher eine Besserung gestern, trotzdem ist es noch ein weiter weg zurück.

Juan Martin Del Potro besiegt Jarko Nieminen mit 6-4 6-0
Das Match ist schnell erzählt. Nieminen verschläft den Start in Satz 1 total und liegt schnell Break zurück. Aus dem Spiel ist er danach relativ ebenbürtig, jedoch hat er wegen Del Potros starkem Aufschlag nicht wirklich eine Chance zu Breaken.. im zweiten Satz verschläft Nieminen wieder und kassiert das Break. Danach knickt der Finne mental komplett ein und Del Potro spielt es komfortabel nach Hause.

Bernard Tomic schlägt Yen Hsun Lu 7:6(5) 6:3
Tomic war eigentlich das komplette Match über mehr im Spiel drin. Zwar lag er anfangs noch mit 1:4 zurück, liess aber dann keine Zweifel mehr aufkommen und spielte das Match souverän nach Hause.
Lu war gerade aber auch nicht wirklich in Form und stand nur wegen der kurzfristigen Absage von Tommy Haas als Lucky Looser  im Hauptfeld

Jo Wilfried Tsonga besiegt Fabio Fognini mit 6:4 7:6(0)
Der Franzose spielte am Anfang sehr souverän und gewann relativ verdient den ersten Satz. Danach schlichen sich bei Tsonga immer mehr Fehler ein und der Italiener spielte konstant weiter und servierte sogar schon auf den Gewinn des zweiten Satzes. Dann folgte eine typische Fognini Show, denn er liess sich ohne Mühe breaken und gab den Tiebreak dann zu 0 ab… Fognini braucht echt mal einen Mentalcoach (wenn der zu teuer ist, kann er sich ja mit Florian Mayer einen teilen ;) )


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